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Cashcowboys

Pressestimmen

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(Foto © Mario Lang, a1 lounge Design EOOS)

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kabarett.at: Premierenkritik

Finnische Landstraßen und grüne Pferde

Die beiden mit den Vornamen Sue und Dolly gestraften Gebrüder Cash sind in Wahrheit viel mehr als zwei einfache Cowboys, die ihre Liebe zur Musik nach Wien geführt hat. Es handelt sich bei ihnen um zwei in die mitteleuropäische Einödnis strafversetzte Spezial-Agenten der Abteilung Alien Defence Country Division. Die Aufgabe der ADCD ist es, getarnte Außerirdische aufzuspüren und unschädlich zu machen. Und das ausschließlich mit musikalischen Mitteln. Aliens reagieren nämlich hochgradig allergisch auf Country & Western. Sue und Dolly Cash sind somit die unerschütterlichen missing links zwischen den Men in Black und dem legendären Man in Black.

Life ain’t easy for a boy named Sue

Ihr Repertoire reicht dabei von Ohrwürmern wie Bonanza oder Ghostriders in the Sky über Schmachtfetzen wie Satin Sheets oder Desperado bis hin zu Klassikern wie Ring of Fire oder These Boots Are Made for Walking. Dass Guitarrero Bruno Reininger seine mitreißenden Soli auch im vierten Programm dieses Duos wieder mit angemessen enthusiastischem Mienenspiel begleitet, versteht sich von selbst.

So richtig spaßig wird es, wenn sie von den vergeblichen Versuchen der in Finnland stationierten ADCD-Abteilung berichten, amerikanisches Liedgut mit der Sprache der Einheimischen in Einklang zu bringen. Bei Kantri Rotz (die finnische Version des John-Denver-Evergreens Country Roads) lachen nicht nur die Aliens. Entwicklungshilfe für die australischen Kollegen leisten sie mit einer unerhört fesselnden Verschmelzung von Oh Susannah mit Highway to Hell. Dollys eher bescheidenen Ansätze, Außerirdische mit Country-Poetry zu enttarnen, unterbricht Sue indes zurecht mit einem entnervten Dolly! Basta!

Meister der Wiederverwertung

Hubert Wolf (für alle, die es noch nicht wissen: ja, der Herr Putz aus der Möbelhaus-Werbung) und Bruno Reininger gelingt auch der musikalische Brückenschlag vom wilden Westen in den fernen Osten. Mit dem japanischen Death-Metal-Hammer Sushi Harakiri und der chinesischen Weise I Walk Your Dog greift Wolf auf zwei bewährte Nummern aus Pasta Disasta zurück. Überhaupt erweist er sich in seinem vierten Programm als schlitzohriger Wiederverwerter seines Repertoires. Kein Vorwurf. Schließlich kann sich nur, wer bei sich selbst klaut, der Qualität der Beute gewiss sein.

Wiederhörensfreude gibt es daher u.a. auch mit dem Lachschlager When Will I Ever Lose My Heart aus dem Debut-Programm Mitleids-Tour und dem vertonten Kalauer über ein grün gestrichenes Pferd. Apropos: zum selben Thema gibt es noch einen zweiten populären Witz, der sich wunderbar als romantische Ballade eignen würde.

Wertvolles Augenzwinkern

In Summe ist das Crazy Country-Programm der Cashcowboys eine in einen originellen Rahmen gepresste und mit schrägen Einfällen durchsetzte Abfolge stimmungsvoller, amüsanter oder gewitzt interpretierter Songs. Ein angenehm unprätentiöser Abend. Gelegentlich vermittelt er auch das authentische Flair eines Wildwest-Saloons mit einem schon etwas länger nicht mehr gestimmten Piano. Aber womöglich lag es nur an der bei Hubert Wolf unvermeidlichen Premieren-Nervosität, dass er stimmlich bisweilen am Ton vorbei tremolierte. Wolfs einnehmender Ausstrahlung tut das keinen Abbruch. Einmal mehr erweist sich seine schelmische, natürliche Art als eine der tragenden Säulen des verlässlichen Unterhaltungswerts des Duos.

P. S.: Zum vollinhaltlichen Genuss des Abends ist es von Vorteil, des Englischen mächtig zu sein.

Peter Blau, kabarett.at

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Klein&Kunst Onlein

Die Brüder Sue (Hubert Wolf) und Dolly (Bruno Reininger) Cash haben als Cashcowboys eine Mission zu erfüllen. Sie gehören einer Sondereinheit der A.D.C.D (Alien-Defense-Country-Division) an, die die Welt und die Menschheit vor Alien-Angriffen schützen soll.

Sie singen und erzählen von ihrem eigenen Texas und von grün gestrichenen Pferden, in dem es einen Hühneraufstand, fast tote Cowboys und tote Kühe gibt. Außerdem sind sie auf der Suche nach dem Chinesen Dogwalker.

Hubert Wolf und Bruno Reiniger – eine Zwei-Mann-Band – schaffen es als Cashcowboys in einem Crazy Country, Nicht-Countrymusic-Liebhaber für Countrymusic zu begeistern, und man fühlt sich in den so genannten Wilden Westen versetzt.

Bekannte Countrysongs werden auf amüsante Art und Weise umgetextet. Wie z.B. „Country Roads“ von John Denver wird zu „Kantri Rotz“ oder „Oh Susanna“ wird zusammen gekoppelt mit dem AC/DC-Rhythmus „Highway to hell“. Aberwitzige Pointen und teilweise kuriose Textstellen bringen diesen Ohrenschmaus zu einem vollendeten Genuss.

Eine fantastische Performance und ein sehr unterhaltsamer Prärieritt – sollte man unbedingt miterleben!

Lia Auerböck für Klein&Kunst Onlein

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