
Beatrice Frey, Jazz Gitti, Wilfried Scheutz, Reinhold Moritz, Hubert Wolf, 4 Xang …, dieses wunderbare Ensemble singt und spielt die bewegte Geschichte der Wally, die hoch droben am Rosenkogel, tief in der Weststeiermark mit ihrem berüchtigten Hund, der nur auf sie hört, lebt.
„Ihr Wille ist schärfer als das Gebiss des Dobermanns, so sagt man. Ihr Vater, der Moarhofer, hat bestimmt, dass der tüchtige Willi zu ihr passt. Diese Rechnung hat er aber ohne die Wally gemacht: sie will nur einen – Stefan, den stärksten Typen der Weststeiermark, der die Bären des WWF schießt und auf einer Harley Davidson unterwegs ist. Den für sie bestimmten Willi schlägt sie mit einem schweren Holzscheit k.o., und dann zündet sie noch den Stadel an, bevor sie mit ihrem Hund in die Einsamkeit einer Sennhütte flüchtet. Sie denkt mit der ihr eigenen Gründlichkeit über Leben und Tod nach – und wird zur 1. buddhistischen Bergbäurin! Nach dem Tod ihres Vaters kehrt sie zurück zum Moarhof und krempelt alles um: Der Bauernhof mitsamt dem Gesinde wird vegetarisch und trotzt dem bäuerlichen Leistungsprinzip. Stefan weiß noch immer nichts von Wallys Liebe. Als sie Willi beim Schilcherfest in Stainz bis auf die Knochen blamiert, schreitet er mit gezückter Pump-gun zur Rache und schießt den Bärentöter über den Haufen. Aber Stefan überlebt – blutüberströmt gesteht auch er in den Armen Wallys, was viele schon vermuteten – er hat sie schon immer heimlich geliebt.“ (Reinhard P. Gruber)
Die Musik ist von Reinhard Ziegerhofer und Andreas Safer, die vor allem durch ihre Gruppen Broadlahn und Aniada a Noar dem Musikpublikum ein Begriff sind. Mit Reinhard P. Gruber verbindet beide Komponisten mehrmalige Zusammenarbeit. So war die Konstellation Gruber-Safer-Ziegerhofer für das steirische Erfolgsmusical «Die Geierwally» eine logische Konsequenz. Ausgehend vom Text, seinem Inhalt, seiner Sprachmelodie und seinem Rhythmus, kommt es zu einem Brückenschlag zwischen Volksmusik, Jazz und Pop – so pendelt die Musik zwischen der irisch-italienischen Saitenmusik von Aniada a Noar und der eher rhythmisch-jazzig musikalischen Fülle von Broadlahn.
Mit der hochkarätigen Besetzung können wir uns auf einen äußerst unterhaltsamen Theaterabend freuen.
Wally Beatrice Frey
Magd Mizzi Jazz Gitti
Moarhofbauer Wilfried Scheutz
Willi Reinhold Moritz
Stefan Hubert Wolf
Knecht Klaus E. Kofler
Knecht Heinz Jiras
Knecht Eik Breit
Magd Sarah Kattih
Magd/Karin Martha Günzl
Regie Michaela Scheday
Bühne Hans Kudlich
Kostüme Ingrid Leibezeder
Musikalische Leitung Christian Frank
Premiere 24. Oktober 2002